Pressehütte Mutlangen

 

Ostermarsch 2018 Ellwangen

„Abrüsten statt Aufrüsten“, fordern die Ostermarschierer in diesem Jahr und sagen „Nein zu noch mehr Rüstungsgeld – weil es für den Frieden fehlt!“ Der traditionelle Ellwanger Ostermarsch, zu dem das Aktionsbündnis Mahnwache Ellwangen aufruft, ist am Karsamstag, 31. März. Er beginnt um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Die Entwicklung in der Welt laufe fast mit logischer Konsequenz auf einen dritten Weltkrieg hinaus, sagte Gerhard Schneider vom Aktionsbündnis Mahnwache bei der Pressekonferenz am Montag im Missionshaus der Comboni-Missionare: „Wir sind wirklich in großer Sorge um den Frieden.“

Schneider kritisierte die riesige Rüstungsmaschinerie und die unglaubliche Steigerung der Rüstungsausgaben: „Wenn die Rüstung nicht gestoppt wird, wird mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit das Potenzial entladen.“ Und, so Schneider: „Wir müssen uns fragen: Wie lange noch wollen wir der von Menschen gemachten Katastrophe zusehen und unsere Zukunft jenen überlassen, die für das Elend in der Welt verantwortlich sind? Und die sich weigern, das Ende der Zivilisation und die Zerstörung unseres Planeten aufzuhalten!“

Rüstung sei gleichbedeutend mit Kriegstreiberei. Unglaublich fand es Schneider, dass sich Deutschland auf unabsehbare Zeit am Krieg in Afghanistan beteiligt. Das Dilemma sei, die Bundeswehr dürfe in der Schule werben, aber eine Friedenspädagogik gebe es dort nicht. „Was ist das für eine Demokratie?“, fragte er.

„Die weltpolitische Situation ist wirklich dramatisch“, pflichtete Josef Baumann vom Friedensforum bei und erinnerte an die lange. lebendige und gute Friedenstradition in Ellwangen: „Wir wollen das Salz in der Suppe sein.“ Man müsse aufpassen, dass es nicht eskaliert, meinte Elisabeth Hild vom Freundeskreis Asyl zur Lage in der Welt.

„Der militärisch-industrielle Komplex spielt eine große Rolle“, sagte Pater Reinhold Baumann von den Comboni-Missionaren und kritisierte die Massenvernichtungswaffen: „Am Krieg verdient man unheimlich viel Geld.“ Harsche Kritik übte der Missionar am Krieg der Türken gegen die Kurden: „Mit deutschen Waffen auf beiden Seiten.“ Und seine allgemeine Auffassung: „Waffen haben überhaupt keinen konkreten Nutzen.“ Stattdessen fehle Geld für die Umwelt, für Schulen und in der Pflege, meinte Karin Böhme von der Mahnwache.
Das Programm

Am Karsamstag wird Peter Maile vom Ellwanger Friedensforum am Bahnhofsvorplatz die Teilnehmer des Ostermarsches begrüßen. Andrea Batz singt das Lied „Überwindet Gewalt“. Der Marsch mit rhythmischer Percussionbegleitung durch die „Street Groove Band“ um Joseph, Linus und Paulus Ott führt über die Bahnhofstraße, Siemensbrücke, Haller Straße, Westtangente und Marienstraße. Bei der anschließenden Kundgebung um 11 Uhr am Fuchseck spricht der ehemalige Leiter der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Paul Schobel, über „Aufstehen gegen Rüstung, Kriegstreiberei, Rassismus, Terror und Gewalt“. Weiterer Redner ist der Aalener Betriebsseelsorger und Leiter des lokalen Bündnisses für Arbeit, Dr. Rolf Siedler, der Gründer der „Unterbrechungen“. Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgen Andrea Batz (Gitarre und Gesang) und das Duo Anina Batz (Gesang) und Jonas Biber (Gitarre). Die Moderation hat Josef Baumann vom Friedensforum.


Rückblick: Ostermarsch 26.03.2016

“Frieden und Gerechtigkeit gestalten – Nein zu Kriegen!” Samstag, 26. März 2016, Start 10.00 Uhr Beginn ab Bahnhof, 11.00 Uhr Kundgebung am Fuchseck. Ostermarsch durch Ellwangen mit der Sambagruppe „up-surdo“ (Percussion). Redner/innen: Urs. M. Fiechtner (Schriftsteller und ai-Bezirkssprecher), Bürgerinnen und Bürger der Ostalb zu: “In Solidarität mit Flüchtlingen leben!” und “Atombomben in der Eifel abschaffen!” Andrea Batz (Gitarre u. Gesang), Micha Wagner mit Band, Flüchtlingskinder aus der LEA mit einer Performance. Moderation: Josef Baumann, Friedensforum Ellwangen, Die Ostalb zeigt Flagge: Fluchtursachen bekämpfen – nicht Flüchtlinge! Veranstalter: Aktionsbündnis Mahnwache Ellwangen. Dieser Aufruf wird unterstützt von etwa 30 Organisationen.

 

 

 


Rückblick 2015:
OSTERMARSCH ELLWANGEN "Gemeinsam für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt"

Samstag, 4. April 2015, 10.00 Uhr Beginn ab Bahnhof - Die Einladung hier als pdf zum Herunterladen
11.00 Uhr Kundgebung am Kapuzinerplatz / Ostermarsch durch Ellwangen mit der Sambagruppe „up-surdo“ (Percussion)

Kundgebung mit Redebeiträgen:

  1. Odilo Metzler, Pax Christi, Stuttgart:   Appell gegen die Kriegsgefahr in der Ukraine:
  2. Die Spirale der Gewalt beenden –  Für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik !
  3. Aktionsgruppe Solidarität, Ellwangen:  

Kulturelles Rahmenprogramm:

  1. Andrea Batz (Gitarre u. Gesang), Ellwangen
  2. „Basis“ – Friedenslieder und  Folk

Moderation: Josef Baumann, Friedensforum Ellwangen                    

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Mit Waffen kann man Frieden nicht erzwingen!

Veranstalter: Aktionsbündnis Mahnwache Ellwangen
Dieser Aufruf wird unterstützt von: Aalener Bündnis für den Frieden, amnesty international Ellwangen, Aktionsgruppe Solidarität Ellwangen, Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Ellwangen e.V., Bündnis 90/Die Grünen Ellwangen, Comboni-Missionare Ellwangen, DGB Kreisverband Heidenheim, DGB Kreisverband Ostalbkreis,
DIE LINKE Ortsverband Ellwangen, Freundeskreis Asyl Ellwangen, Friedensforum Ellwangen, Friedensgruppe Heidenheim, Friedenskreis der Ev. Kirchengemeinde Ellwangen, Friedenswerkstatt / Pressehütte Mutlangen, IG Metall Aalen, IG Metall Heidenheim, IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung) Regionalgruppen Aalen und Ulm, Jugendzentrum Ellwangen, Katholische Betriebsseelsorge Ostwürttemberg, Katholische Gesamt-kirchengemeinde Ellwangen, St. Loreto Institut für soziale Berufe Ellwangen, Menschen für Frieden Nördlingen, SPD-Ortsverein Ellwangen, Türkisch-islamischer Kulturverein Ellwangen, ver.di Ortsverein Aalen, ver.di Ortsverein Ellwangen, ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm, Weltladen / Treffpunkt Nord-Süd Ellwangen.

V.i.S.d.P.: Mahnwache Ellwangen, c/o Gerhard Schneider, Seb.-Merkle-Str. 38, 73479 Ellwangen
 
Ablauf / Programm* des OSTERMARSCHES in Ellwangen am 4. April 2015
Gemeinsam für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt
ab 09.45 Uhr    Bahnhofsplatz  -  Eintreffen der Teilnehmer / innen
10.00 Uhr     Auftakt mit Andrea Batz:
GEMEINSAMES SINGEN des Liedes „Überwindet Gewalt“

Begrüßungsansprache:
Gerhard Schneider, Ellwangen, Aktionsbündnis Mahnwache
anschließend:   DEMONSTRATION  - mit der Sambagruppe „up-surdo“ (Percussion)
Bahnhofstraße, Siemensbrücke, Haller Straße, Westtangente, Hochbrücke
bis Abzweig zum Südring, Kreuzung an der Marienpflege, Kapuzinerplatz                        
                        
11.00 Uhr   Kundgebung am Kapuzinerplatz
Auftakt mit Andrea Batz und „Basis“:
GEMEINSAMES SINGEN des Ostermarschliedes
Begrüßung und Moderation: Josef Baumann, Friedensforum Ellwangen
Bekanntmachung des Appells gegen die Kriegsgefahr in der Ukraine:
„Die Spirale der Gewalt beenden“ – mit Unterschriftensammlung während der  
Kundgebung „Für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik!
Friedenslieder und Folk:  
„Basis“ (Ernst Heer, Jochen Narziß und Jochen Zeuner)

Redebeitrag: Odilo Metzler, Hochschulseelsorger, Stuttgart, (Pax Christi)
Friedenslieder: „Basis“
Redebeitrag: Sprecher der „Aktionsgruppe Solidarität“, Ellwangen
Ausklang mit „up-surdo“ (Percussion)
ca. 12.30 Uhr   Ende
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